Mein erstes Memory Notebook

Im vergangenen Jahr kam mir immer wieder der Gedanke, ob meine Art zu basteln überhaupt Sinn macht: Ich verpacke einzeln verpackte Süßigkeiten nochmal in eine Verpackung… sieht alles wunderschön aus, macht aber (wenn man das so sehen will) insgesamt noch mehr Müll… Ich weiß, viele der Beschenkten bewahren die Verpackungen lange auf und freuen sich daran. Und das Basteln und Verschenken macht auch sehr viel Spaß. Dennoch konnte ich es irgendwann nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren. Schon allein das „Rohmaterial“ (Papier, Stempelkissen, Stifte, Kleber – überall ist Plastik drumherum) verursacht Müll.

Im November 2018 haben wir als Eltern beschlossen, weitestgehend auf Plastik zu verzichten und möglichst wenig Müll zu produzieren (Stichwort „zero waste“ oder „nachhaltig leben“). Eine Wahnsinnsaktion, kann ich nur sagen! Es ist anstrengend, erfordert Disziplin und Diskussionsbereitschaft mit den Kindern, es ist manchmal auch frustrierend – aber es macht unglaublich viel Spaß. Da haben wir tatsächlich das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Besonders schön ist es, dass wir damit nicht allein sind – es gibt viele, viele Ideen und Tipps in den sozialen Medien (oder bei meiner Cousine :-)). Man kann auch mit scheinbar kleinen Änderungen schon viel erreichen – EINFACH MACHEN 🙂

Natürlich werde ich nicht mit dem Basteln aufhören (da würde mir schon etwas fehlen). Aber ich werde es reduzieren, nicht immer alles neu kaufen und auch Dinge vorstellen, die man in Sachen „zero waste“ selber machen kann.

Heute zeige ich euch mein erstes memory notebook, das ich im Frühling 2018 gestaltet habe:

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Ein memory notebook ist so eine Kombination aus Fotoalbum und Tagebuch. Ich mag diese Art der Alltagsdokumentation total gerne! Dabei geht es mir darum, nicht nur die „Highlights“ im Leben festzuhalten, sondern bevorzugt die „kleinen Dinge“.

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Deswegen fotografiere ich sehr gerne scheinbar Unwichtiges – Situationen, die man eigentlich immer wieder erlebt:

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Irgendwann wird es nicht mehr so sein. Dann sind die Kinder groß und der Alltag sieht wieder ganz anders aus.

Seitdem ich mein Leben in solchen Mini-Alben festhalte, genieße ich manche Augenblicke viel mehr und lebe intensiver. Für mich ist es auf jeden Fall eine sehr nachhaltige Art, kreativ zu sein :-).

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Ich verwende bisher die memory notebooks von danipeuss. Das Papier ist etwas fester als normales Papier, dafür ist das Album insgesamt schön dünn – man kann es also prima mitnehmen.
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Bei der Gestaltung sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Man braucht nicht unbedingt Stempel und Papier dafür, für den Anfang reicht auch Washi Tape*, ein guter Fineliner und Kleber für die Fotos.

*Washi Tape hat viele Einsatzmöglichkeiten:

  • Einkleben von Erinnerungsstücken (z.B. Bons vom Cafébesuch, Eintrittskarten oder eine Einladungskarte)
  • Dekoration der Seiten
  • Stabilisierung des Albums

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Mit Stempeln und Designerpapier macht es aber umso mehr Spaß! Man kann zum Beispiel zusätzliche Seiten einfügen. Oder Taschen basteln, in denen man „geheime Bilder“ verstecken kann… meistens kommen mir die Ideen erst beim Basteln, aber das ist ja gerade das Schöne daran!

Ich habe mir vorgenommen, jeden Monat ein solches Album zu gestalten. Mal sehen, ob ich das einhalten kann 🙂 Immerhin ist mein Dezemberalbum eben fertig geworden. (Allerdings liegen die Herbstmonate von 2018 noch unverbastelt herum…)

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Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen inspirieren und wünsche euch ein wunderschönes, kreatives und ideenreiches neues Jahr!

Ganz liebe Grüße von Kerstin

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