Stempelpraktikum „Bokeh Technik“

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit verschiedenen Möglichkeiten, Papier zu gestalten. Wenn ich in Zukunft darüber schreibe, findet ihr das in der Kategorie „Stempelpraktikum“. Heute geht es um den Bokeh-Effekt. Ein Begriff, der mir bislang völlig unbekannt war. Er stammt aus der Fotografie und beschreibt die Qualität eines Unschärfebereichs . Oft sehen diese Unschärfen aus wie Kreise oder Ringe.

Hier sind zwei Beispiele (die stammen nicht von mir, ich habe sie hier und hier entdeckt)

Bokeh

bokeh_rose

Diesen wunderschönen Effekt kann man tatsächlich mit Papier und Farbe nachahmen und auf diese Weise sein eigenes Designerpapier herstellen! Ich zeige euch mal, wie ich es gemacht habe. Die Idee dazu habe ich von der lieben Britta. Folgendes habe ich mir bereitgelegt:

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  • Farbkarton in flüsterweiß
  • Schwämmchen (Artikelnummer 141337) Eigentlich war es vorher rund – ich habe es in mehrere Tortenstücke geschnitten, so konnte ich es für verschiedene Farben benutzen
  • Stempelkissen in verschiedenen Farben
  • Klarsichtfolie (um eine Schablone herzustellen)
  • Kreisstanzen in verschiedenen Größen
  • Fingerschwämmchen (Artikelnummer 133773)
  • Craft Stempelkissen flüsterweiß

Meine Stempelfarben: Osterglocke, Olivgrün, Limette und Meeresgrün.

Limette und Meeresgrün sind ganz neue Farben (InColors), die erst ab dem 1. Juni erhältlich sein werden. Ich durfte sie schon vorher bestellen und fand sie von Anfang an so toll, dass ich sie gleich benutzen wollte 🙂 Für meinen Bokeh-Effekt schienen sie mir jedenfalls sehr geeignet!

So, wie geht das Ganze jetzt? Mit dem Schwämmchen auf das Stempelkissen tupfen, um die Farbe abzunehmen. Dann Kreise auf das Papier wischen. Ich habe von hell nach dunkel gearbeitet. So lange Farbe auf das Papier wischen, bis keine weißen Stellen mehr zu sehen sind. Das Foto zeigt es nicht ganz so gut. Bei mir war wirklich alles farbig, eventuell an manchen Stellen etwas blass, aber das ist okay so und macht das Papier erst interessant 🙂

Im nächsten Schritt stanzt man in das Stück Klarsichtfolie einige Kreise in verschiedenen Größen. So erhält man eine Schablone, die man hinterher immer wieder verwenden kann.

Jetzt kommt der „Bokeh-Effekt“ : Die Schablone auf das Papier legen, mit dem Fingerschwämmchen weiße Crafttinte aufnehmen und die Kreise tupfen. Die Crafttinte funktioniert wie „Deckweiß“ . Eventuell muss man auch mehrmals tupfen. Ich habe mir gleich die Nachfülltinte dazugestellt :-).

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Dann wird die Schablone verschoben und der Vorgang wiederholt, solange bis das Ergebnis gefällt. Am Ende kann man auch nur mit dem Fingerschwämmchen Kreise auftupfen, zum Beispiel wenn es noch eine größere Lücke gibt. Oder an Stellen, an denen die Schablone etwas verrutscht ist und die Farbe verschmiert wurde. Einfach drauftupfen – sieht keiner!

Danach alles gut trocknen lassen, mindestens 2 Stunden, am besten über Nacht. Die Schablone lässt sich ganz einfach mit Wasser reinigen.

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Das Ergebnis sieht bei mir so aus:

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Es gefällt mir richtig gut und ich werde auf jeden Fall auch noch andere Farbkombinationen ausprobieren! Hat auch total viel Spaß gemacht…

Dieses Papier werde ich für eine Auftragsarbeit verwenden, die ihr euch hier ansehen könnt.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Ganz liebe Grüße von Kerstin

 

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